Sabine Ritter, Heilpraktikerin und Apothekerin - Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Japanische Akupunktur und Phytotherapie, München Neuhausen-Nymphenburg

Hopfen (Lupuli flos)

Der Hopfen (Humulus lupulus) gehört zur Familie der Hanfgewäche. Bekannt ist die Schlingpflanze, die sich im Uhrzeigersinn bis zu einer Höhe von sechs bis 12 Metern um seine Kletterhilfen windet, vor allem als bittere Zutat beim Bierbrauen - und das schon seit dem 8. Jahrhundert. Seine herzförmigen Laubblätter sind zumeist drei- bis siebenlappig.

Medizinisch werden die weiblichen Blütenstände, die sogenannten Zapfen, verwendet (Lupuli flos). Aus ihnen gewonnene Extrakte oder Tees wirken beruhigend und fördern den Schlaf. Für die Zubereitung eines Tees verwenden Erwachsene etwa ein halbes Gramm der Blüten auf 150 bis 200 ml und übergießen diese mit kochendem Wasser. Der Tee sollte abgedeckt mindestens 20 Minuten ziehen. Häufig wird Hopfen mit Baldrian, Melisse, Passionsblume und / oder Lavendel kombiniert.

Aus der Perspektive der TCM zählt der Hopfen zu den Shen (Geist) beruhigenden Kräutern, die das Yang absenken und Hitze kühlen.

Eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit kann nach dem Konsum von Hopfen nicht ausgeschlossen werden. Zudem kann die Wirkung von beruhigend wirkenden Arzneistoffen verstärkt werden. Da weitere Wechselwirkungen von Hopfen mit Medikamenten derzeit nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden können, sollte vor einer gemeinsamen Anwendung mit Arzneimitteln immer ein Arzt oder Apotheker um Rat gefragt werden.

Kinder und Jugendliche jeden Alters, Schwangere und stillende Mütter sollten Arzneipflanzen nur nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt anwenden und auch die Dosierung mit ihm absprechen.

Quellen:

Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!

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