Sabine Ritter, Heilpraktikerin und Apothekerin - Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Japanische Akupunktur und Phytotherapie, München Neuhausen-Nymphenburg

Malvenblüten (Malvae flos)

Die wilde Malve (Malva sylvestris) sorgt für intensive Farbtupfer in den frühsommerlichen Gärten dank ihres Gehalts an Anthocyanen. Die aufrecht wachsende, gut ein Meter hohe Pflanze bildet weiße, rosa, rote oder violett farbene Blüten in den Achseln der handförmigen, gelappten Blätter. Fünf Kronblätter mit einer typischen Maserung umgeben die deutlich sichtbare Säule der Staubblätter und locken im Laufe des Tages viele Insekten an. Die Blüte entwickelt sich, nachdem sie ihre Pollen vornehmlich an Hummeln und Bienen abgegeben hat, von ihrer eingangs männlichen Blütenphase in die weibliche weiter. In diesem Stadium breiten sich rote Griffeläste im zentralen Bereich der Blüte aus. Ihre kleinen radiärsymetrischen, scheibenförmigen Früchte übersieht man dagegen fast.

Die Blüten und Blätter enthalten unter anderem aus verschiedenen Zuckern aufgebaute Schleimstoffe. Diese können bei Entzündungen im Magen-Darm-Trakt oder in den Atemwegen die gereizten Schleimhäute beruhigen. Für einen Tee setzt man 2 Teelöffel der getrockneten Blüten mit kaltem Wasser an, kocht ihn auf und lässt ihn anschließend abgedeckt ziehen bevor am ihn abseiht. Alternativ kann man die Blüten zuvor über Nacht im kalten Wasser stehen lassen. Ebenso kann man sie direkt mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Pro Tag können Erwachsene 3 Tassen des Tees trinken.

Die Schleimstoffe können allerdings die Aufnahme von Arzneistoffen behindern. Deshalb sollte zwischen dem Genuss des Tees und der Einnahme von Medikamenten ein Sicherheitsabstand von einer Stunde eingehalten werden.

Kinder und Jugendliche jeden Alters, Schwangere und stillende Mütter sollten Arzneipflanzen nur nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt anwenden und auch die Dosierung mit ihm absprechen.

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Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt! 

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