Sabine Ritter, Heilpraktikerin und Apothekerin - Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Japanische Akupunktur und Phytotherapie, München Neuhausen-Nymphenburg

Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)

Der sommergrüne Strauch wird bis zu zwei Meter hoch. Seine Blätter sind an der Basis herzförmig. Man bezeichnet sie als drei- bis fünflappig, weil das eigentliche Blatt, die sogenannte Blattspreite, am Rand über drei bis fünf charakteristische Einschnitte verfügt. Diese Einschnitte sind etwa ein Viertel so lang wie die Hälfte des Blatts (der Blattspreite). Der Blattrand ist zudem gesägt. Die weiß-gelbgrünen Blüten der Johannisbeere hängen im Frühjahr (April, Mai) traubenförmig herab und sind eher unauffällig. Im Sommer reifen dann die schwarzen Beeren heran.

Von der schwarzen Johannisbeere sind sowohl die Knospen und Blätter als auch die Früchte von phytotherapeutischem Nutzen. Die Knospen und Blätter wirken entwässernd und werden in der Volksheilkunde daher zum Durchspülen der Harnwege eingesetzt. Wissenschaftlich sind sie bisher nicht so gut untersucht. In der chinesischen Medizin gelten sie als Tonikum, das zugleich eliminierend wirkt. So können die Blätter und Knospen Gelenkschmerzen lindern. Aus den Knospen gewonnene sogenannte Gemmopräparate werden außerdem zur Linderung von allergischen Beschwerden wie Heuschnupfen eingesetzt.

Ein aus den Blättern gewonnener Tee kann allerdings beispielsweise die Wirkung von entsprechend wirkenden Medikamenten (u. a. ACE-Hemmer, Sartane, Diuretika) sowie Blutdrucksenkern verstärken.

Die Tageshöchstdosis der getrockneten Blätter für Erwachsene liegt bei 6 bis 12 g. Für einen Tee können zwei bis vier Gramm dieser Blätter mit 200 ml kochendem Wasser übergossen werden. Der Tee kann dreimal täglich getrunken werden. Aufgrund seiner entwässernden Wirkung sollte man zusätzlich reichlich Wasser trinken. Kinder und Jugendliche jeden Alters, Schwangere und stillende Mütter sollten Arzneipflanzen nur nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt anwenden und auch die Dosierung mit ihm absprechen.

Unter anderem aufgrund ihres hohen Gehalts an Vitamin C stärken die Früchte das Immunsystem. Sie können hierzu als Direktsaft – auch verdünnt mit Wasser – getrunken werden.

 

Quellen:

Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!

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