Traditionelle chinesische & japanische Medizin im Glockenbachviertel

Wege entsehen dadurch, dass man sie geht.
Franz Kafka

    
   

Spitzwegerich (Plantaginis lanceolatae herba)

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist eine verbreitete Wiesenblume, die zur Familie der Wegeriche (Plantaginaceae) gehört, den Pflanzen, die am Wegrand wachsen. Da er am Boden liegende Blattrosetten bildet, die häufig mit den Füßen getreten werden, erhielt er den Namen „Planta“ für Fußsohle, während sich der Zusatz „ago“ streng genommen auf die eiförmigen, breiten Blätter des Breitwegerichs bezieht, einem Verwandten des Spitzwegerichs, der ebenso häufig auf Wiesen und an Straßenrändern wächst. Im Unterschied zu diesem hat der Spitzwegerich längliche, lanzettförmige Blätter mit parallel verlaufender Blattnervatur, die stärker nach oben ragen. Sie erinnern an Lanzen und so nannte man diesen Wegerich Plantago lanceolata, die mit Füßen getretene Lanze. Von Mai bis September ragen die Stängel mit den spitz zulaufenden ährenähnlichen Blütenständen mit ihrem typischen Kranz weißer Blütenblätter über die Laubblätter hinaus.

Die frisch gepressten Säfte der Blätter enthalten Aucubin, das bei Entzündungen der Haut, wunden Füßen oder Insektenstichen schnelle Linderung bringen kann. Hierzu kann man die Blätter frisch pflücken, etwas zwischen den Fingern verreiben und auflegen.

Bekannter ist jedoch die Anwendung des Spitzwegerichs bei Entzündungen im Mund und den Atemwegen, vor allem bei Husten, Schnupfen und anderen Erkältungsbeschwerden. Aufgrund seiner Fähigkeit Hitze zu kühlen sowie Toxine und Feuchtigkeit auszuleiten wird der Spitzwegerich in der chinesischen Medizin jedoch auch bei Harnwegsinfektionen, Blasenschwäche, Durchfall oder Entzündungen im Darm angewendet. Zudem kann er Blutungen stillen. Schwangere, stillende Mütter und Kinder sollten den Spitzwegerich jedoch nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden.

Quellen:

Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!