Sabine Ritter, Heilpraktikerin und Apothekerin - Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Japanische Akupunktur und Phytotherapie, München Neuhausen-Nymphenburg

Vogelmiere (Stellariae mediae herba)

Die Vogelmiere (Stellaria media) gehört zu den ersten Heilpflanzen, die nach einem langen Winter wieder austreiben. Die von der Forschung leider völlig vernachlässigte Heilpflanze gehört zu den Nelkengewächsen. Typisch für diese Pflanzenfamilie ist es, dass ihre Mitglieder immer weiter verzweigend ausbreiten. Schnell bilden daher ihre am Boden verzweigenden Triebe einen dichten Rasen. Endständig, scheinbar eingebettet in die behaarten Blätter, erscheinen bald darauf kleine weiße, radiärsymetrische Blüten. Dank vieler Samen vermehrt die Vogelmiere sich prächtig und wird daher auch immer wieder als "Unkraut" eingestuft.

Doch zu Unrecht! Dank ihres hohen Gehalts an Mineralstoffen kann sie eine gesunde Ergänzung eines Salats sein, wenn man Vogelmieren abseits der Stellen pflücken kann, die Hunde nutzen, um sich zu erleichtern. Ein aus dem getrockneten Kraut zubereiteter Tee kann den Körper innerlich befeuchten. Hiervon können vor allem Menschen mit Problemen im Bewegungsapparat  profitieren. Der Tee kann aber auch zur unterstützenden Behandlung von Hauterkrankungen, trockenen Schleimhäuten sowie trockenen oder entzündeten Augen getrunken werden. Hierzu werden zwei Teelöffel des getrockneten Krauts pro Tasse mit kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Pro Tag können drei Tassen des Tees getrunken werden.

Kinder und Jugendliche jeden Alters, Schwangere und stillende Mütter sollten Arzneipflanzen nur nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt anwenden und auch die Dosierung mit ihm absprechen.

Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!

Zurück zu den Arzneipflanzen des Monats