Sabine Ritter, Heilpraktikerin und Apothekerin - Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Japanische Akupunktur und Phytotherapie, München Neuhausen-Nymphenburg

Aloe (Aloe vera)

Die Aloe, die zu den Sukkulenten gehört, ist hierzulande häufiger als Zimmerpflanze anzutreffen, allenfalls im Sommer stellt sie der eine oder andere Liebhaber ins Freie. Charakteristisch sind ihre als Rosette angeordneten lanzettförmigen, spitz zulaufenden, fleischigen Blätter mit Stacheln am Rand. Diese speichern Wasser, was der Pflanze das Überleben in ihrer trockenen Heimat ermöglicht. In ihrer Mitte bildet sich ein Blütenstand an einem länglichen Stil mit traubenförmig angeordneten gelben Blüten.

Medizinisch wird der Saft der echten Aloe und der Kap-Aloe verwendet. Innerlich kann mit einem Trockenextrakt oder dem Pulver der Pflanze eine Verstopfung kurzfristig behandelt werden - jedoch nicht länger als höchstens zwei Wochen. Hierzu sollten Fertigpräparate verwendet werden.

Insbesondere bei längerer Anwendung können durch die Einnahme von Aloe-Produkten Flüssigkeits- und Mineralstoffverluste verursacht werden. Kaliumverluste können entsprechende Wirkungen von Medikamenten, Süßholz oder anderen Heilpflanzen verstärken. Dadurch kann auch die Wirkung von Medikamenten, die den Herzrhythmus regulieren, verändert werden. Im Urin können Blut und Eiweiße nachweisbar sein.

Bei Entzündungen im Darm, einem Darmverschluss und Schmerzen unbekannter Ursache muss auf die Aloe verzichtet werden, ebenso nach starken Flüssigkeitsverlusten. Schwangere sollten grundsätzlich darauf verzichten, da eine Schädigung des Fötus nicht ausgeschlossen werden kann und die Anwendung zudem Wehen auslösen kann. Auch für stillende Mütter und Kinder unter 12 Jahren wird sie nicht empfohlen.

Äußerlich wird das Gel beispielsweise zur Pflege der trockenen Haut oder zur Behandlung eines Sonnenbrands bzw. von Juckreiz verwendet.

Quellen:

  • Arzneipflanzenlexikon der Kooperation Pyhtopharmaka

Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!

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