Sabine Ritter, Heilpraktikerin und Apothekerin - Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Japanische Akupunktur und Phytotherapie, München Neuhausen-Nymphenburg

Buchweizen (Fagopyrum esculentum)

Beim Buchweizen handelt es sich um eine verhältnismäßige junge Arzneipflanze. Aus dem Altertum und dem Mittelalter ist ihr medizinischer Nutzen nicht überliefert. In Japan und China wird er jedoch schon seit mehr als 3.500 Jahren angebaut. Hierzulande wurde er erst in der frühen Neuzeit kultiviert. Seitdem werden die geschälten Früchte als Nahrungsmittel geschätzt. Menschen mit einer Gluten-Unverträglichkeit können ihn als Ersatz für andere Getreidearten verwenden. Die Früchte liefern wertvolle Nährstoffe.

Die Blätter des aufrecht wachsenden Krauts sind herzförmig bis dreieckig oder pfeilförmig. Aus ihren Blattachseln und am oberen Ende des Stängels sprießen von Juli bis Oktober die trauben- oder schirmförmigen Blütenstände mit weißen Einzelblüten.

Das Kraut des Buchweizens (Fagopyri herba) enthält Flavonoide, die durchblutungsfördernd wirken. Daher kann er leichte Venenbeschwerden lindern. Auch zur Arterioskleroseprophylaxe wird er genutzt.In der TCM wird er aus diesem Grund den Blut bewegenden Kräutern zugerechnet.

Allerdings verfügt der Buchweizen auch über Inhaltsstoffe, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen. Daher sollte auf einen guten Sonnenschutz geachtet werden. Vorsicht ist insbesondere bei einer gemeinsamen Anwendung mit Medikamenten notwendig, die ebenfalls die Lichtempfindlichkeit steigern. Als Nebenwirkung wurden zudem sehr selten Kopfschmerzen beobachtet.

Neben Fertigarzneimitteln ist das getrocknete Kraut verfügbar. Erwachsene nehmen zur Zubereitung eines Tees 2 g des Krauts pro Tasse, übergießen es mit kochendem Wasser und lassen es etwa 15 Minuten abgedeckt ziehen. Alternativ kann das Kraut zwei bis drei Minuten aufgekocht werden bevor es abgeseiht wird.

Kinder und Jugendliche jeden Alters, Schwangere und stillende Mütter sollten Arzneipflanzen nur nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt anwenden und auch die Dosierung mit ihm absprechen.

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Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!

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