Traditionelle chinesische & japanische Medizin im Glockenbachviertel

Wege entsehen dadurch, dass man sie geht.
Franz Kafka

    
   

Schwarzkümmel (Nigellae fructus)

Der Schwarzkümmel gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). An den Stängeln der etwa kniehohen Pflanze wachsen zarte Fiederblätter mit zwei bis drei dünnen, zipfelartigen, länglichen Blattfiedern. Beeindruckend ist seine radiärsymmetrische Blüte mit fünf weiß bis violetten Hüllblättern und fünf bis zehn zweilappigen sogenannten Honigblättern, die ebenfalls zu den Kelchblättern gehören und becherförmig sind. Sie bilden Nektar, der Insekten anlockt. Darüber ragen zahlreiche Staubblätter empor, die von den Griffelästen überragt werden. Die dreikantigen schwarzen, würzig, bitter-scharfen Samen enthalten viel fettes und ätherisches Öl, aber auch Proteine, Mineralstoffe, Vitamine und Polysaccharide. Sie trugen zur Namensgebung bei, denn Nigella bedeutet schwarz, während sativum gezüchtet heißt.

Man kennt den schwarzen Kümmel vor allem aus der arabischen Küche. Mit unserem Kümmel, einem Doldenblütler, ist er nicht verwandt. Beheimatet ist der Schwarzkümmel in Westasien, wo er als Allheilmittel geschätzt wird. Schwarzkümmelöl verwendeten schon die alten Ägypter.

Dem Samen und ihrem Öl werden zahlreiche Wirkungen zugesprochen. Sie hemmen das Wachstum von Keimen, sind entzündungshemmend und regulieren das Immunsystem. Daher sind sie unter anderem ein effektives pflanzliches Antiallergikum, das bei Ausschlägen, Juckreiz, Heuschnupfen und allergischem Asthma äußerlich wie innerlich begleitend zum Einsatz kommen kann. Ebenso können sie bei Erkältungen, Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte sowie bei Schmerzen im Bewegungsapparat zum Einsatz kommen. In der chinesischen Medizin werden sie als Hitze kühlendes Yin-Tonikum verwendet.

Darüber hinaus haben die Samen zahlreiche positive Effekte im Verdauungstrakt. Sie wirken appetitanregend, krampflösend und verdauungsfördernd. Außerdem lindern sie Durchfall und senken die Blutfettwerte und den Blutzucker. Ferner senken sie den Blutdruck und stimulieren den Harnfluss.

Für die überlieferten Wirkungen fehlen bisher allerdings noch wissenschaftliche Studien, die sie bestätigen. Bei Überdosierung kann Schwarzkümmel die Magenschleimhaut reizen. Schwangere, stillende Mütter und Kinder sollten den Schwarzkümmel zu medizinischen Zwecken nur nach ärztlicher Beratung anwenden.

Quelle:

Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!