Traditionelle chinesische & japanische Medizin im Glockenbachviertel

Wege entsehen dadurch, dass man sie geht.
Franz Kafka

    
   

Queckenwurzel (Graminis rhizoma)

Die Kriechquecke wurde nach ihrem feinen, aber zähen Rhizom (= Wurzelstock) benannt, dass sich hartnäckig überall ausbreitet, wo sich das Gras angesiedelt hat. Je mehr man darauf herum tritt und versucht es zu entfernen, desto besser wächst es. Auf schlechten Böden breitet sich die Quecke pro Jahr 30 cm aus, auf guten bis zu eineinhalb Metern. So bilden sich über die Jahre in den Wiesen Horste der Quecke.

An ihren kahlen, aufrechten Halme wachsen schlaffe Laubblätter, die bis zu 30 cm lang werden, aber meist nicht breiter als 5 mm. Endständig der Halme bilden sich von Juni bis August die Blütenstände mit 10 bis 20 mm langen Ähren. Charakteristisch sind die spitzen, lanzettförmigen Hüllspelzen. Jeder Halm bildet etwas 50 Samen.

Zäh wie sie ist, kann man sie nicht so leicht pflücken, man braucht schon etwas Werkzeug. Dann aber kann das Gras einem Salat zugefügt werden, es gilt als Lieferant von Polysacchariden und Proteinen.

Medizinisch werden die Wurzeln und die Grasblüten (Heublumen) verwendet. Die Zähigkeit der Wurzel soll sich auf denjenigen übertragen, der einen aus dem getrockneten Wurzelstock (Graminis rhizoma) zubereiteten Tee trinkt. Dieser schmeckt angenehm süß, etwas salzig und leicht bitter. Zudem durchspült der Tee die Harnwege und wirkt beruhigend auf die Schleimhäute. Ebenso hat er sich in der Erfahrungsmedizin begleitend in der Therapie von Hauterkrankungen wie Akne oder Furunkeln bewährt. Er gilt ferner als Lymphbeweger bei Lymphstau.

Erwachsene verwenden 2-3 Teelöffel pro Tasse für die Zubereitung des Tees, den man 20 Minuten ziehen lässt. Alternativ kann man ihn auch kalt ansetzen und aufkochen. Drei Tassen können täglich getrunken werden.

Vorsicht ist im Falle einer gemeinsamen Anwendung mit Blutdrucksenkern geboten, die ebenfalls entwässernd wirken. Hierzu gehören ACE-Hemmer, Sartane oder Diuretika, da deren Wirkung verstärkt werden kann.

Quellen:

Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!