Traditionelle chinesische & japanische Medizin im Glockenbachviertel

Wege entsehen dadurch, dass man sie geht.
Franz Kafka

    
   

Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Der Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) verdankt seinen deutschen Namen seiner charakteristischen cape-ähnlichen Blattform, die an den Umhang der Jungfrau Maria erinnert. Zudem wurde die Pflanze tradionell gegen Frauenleiden eingesetzt. Die Alchemisten hingegen beschäftigten sich intensiv mit dem in den frühen Morgenstunden am Blattrand austretenden Wassertropfen, die wie Perlen im Morgenlicht glänzen. Diesem fälschlich als Tau bezeichneten Wasser sprachen sie mächtige Heilkraft zu, so dass man die Pflanze lateinisch "Alchemilla" taufte. Sie ist eine verbreitete, gewöhnliche Pflanze und bekam deshalb den Namenszusatz "vulgaris".

Die auf der gesamten nördlichen Halbkugel beheimatete Staude wird 30 bis 60 cm hoch und gehört wie die Hundsrose, der wir die köstlichen Hagebutten verdanken, zu den Rosengewächsen. Ihre Sprossachse ist stark verzweigt und breitet sich am Boden liegend aus. Die jungen Blätter entfalten sich fächerförmig. Sie haben einen halbkreisförmigen Blattgrund, eine geschwungene Form und zum Rand hin sieben bis neun Lappen oder Finger mit gezähntem Rand. Die Blütenstände mit zahlreichen, kleinen grün-gelben Blüten bilden sich im Frühsommer.

Als Rosengewächs verfügt der Frauenmantel über einen hohen Gehalt an Gerbstoffen, so das die einzige belegte Wirkung des Krauts (Alchemillae herba) die Linderung von leichten Durchfällen ist. Gerbstoffe wirken zusammenziehend, was man sofort spürt, wenn sie mit einem Tee in den Tee gelangen. Daher sind sie zudem entzündungshemmend und können gegen Entzündungen in Mund und Rachen oder bei Wunden eingesetzt werden. Aus der Perspektive kann er aufgrund der Gerbstoffe Feuchtigkeit und Hitze ausleiten, sowie Qi und Yin halten. Er verhindert somit Verlust.

Ausgerechnet die überlieferte Wirkung wurde bisher nicht bestätigt. Dennoch wird der Frauenmantel bei Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden gerne verwendet. In der TCM führt man dies einerseits auf seine haltende Funktion zurück, aber auch darauf, dass er Qi bewegt. So wird er unter anderem bei Senkungsbeschwerden, Menstruationsschmerzen oder starken Blutungen zusammen mit anderen Arzneipflanzen eingesetzt.

Quellen:

 

Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!