Traditionelle chinesische & japanische Medizin im Glockenbachviertel

Wege entsehen dadurch, dass man sie geht.
Franz Kafka

    
   

Hagebutte (Cynosbati fructus)

Die Hundsrose ist eine in Gärten und Grünanlagen weit verbreitete Pflanze und eine von weltweit mehr als 500 Rosenarten. Sie alle bilden Stacheln und große auffällige Blüten sowie Hagebutten als Früchte. Der  ein bis zu drei Meter hohe, ausladende, sommergrüne Strauch hat lange Ästen mit breiten, gebogenen Stacheln, die sich mit ihrem Haken gerne an Kleidungsstücken hängen. Der Strauch hat wechselständig angeordnet, unpaarig gefiederte Blätter mit fünf bis sieben eiförmigen Fiederblättern. Diese sind an der Basis rund, laufen am gegenüberliegenden Ende spitz zu und haben meist einen gezähnten Rand.

Im Herbst färben sich die eiförmigen Hagebuttenfrüchte, bei denen es sich streng genommen um Scheinfrüchte handelt, kräftig rot. Die in ihnen verborgenen Kerne gelten als Nüsschen. Sie werden als Vitamin C-Quelle geschätzt und gerne zu einem Mus oder zu Marmelade verarbeitet.

Die Früchte, die eigentlich zu den Lebensmitteln zählen, sind in der chinesischen Medizin von großer Bedeutung um das Blut und die Abwehrkräfte, das sogenannte Weiqi zu nähren. Daher werden sie bei Eisenmangel, brüchigen Nägeln, Haarausfall, Allergien und Erkrankungen der Augen ebenso eingesetzt wie bei Entzündungen im Mund, Magen-Darm-Trakt, den Atemwegen oder im Bewegungsapparat wie bei Infektanfälligkeit. Am einfachsten isst man in diesem Fall das Mus löffelweise. Das gefriergetrocknete Pulver hat sich zudem bei Arthrose bewährt. Mögliche Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen.

Das Hagebuttenkernöl kann äußerlich zur Narbenpflege und zur Aufhellung von Pigmentflecken oder bei trockener Haut aufgetragen werden. Das ätherische Öl kann für Einreibungen bei Entzündungen der Haut, Dermatiden, Pilzinfektionen oder Herpes verwendet werden. Ein Tropfen auf die Pulstaststelle aufgetragen kann dagegen Ängste und Schlafstörungen lindern.

Quelle:

Neben den Früchten werden auch die Rosenblüten medizinisch genutzt.

Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!