Traditionelle chinesische & japanische Medizin im Glockenbachviertel

Wege entsehen dadurch, dass man sie geht.
Franz Kafka

    
   

Weißdorn (Crataegi folium cum floribus)

Vom Weißdorn sind viele Varianten bekannt, die auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet sind. Der Strauch gehört zur Familie der Rosengewächse wie die Eberesche, der Frauenmantel und die Hundsrose mit den Hagebutten. Die deutsche Bezeichnung „Weißdorn“ weist auf die kleinen, weißen, in Trauben stehenden Blüten und die Zweige mit ihren Dornen hin. Der Name Crataegus kommt von dem griechischen Wort krataigos. So bezeichnete der Naturphilosoph Theophrast eine Strauchart mit essbaren Früchten, die am Berg Ida in Kleinasien wuchs. Das griechische Wort krataiós bedeutet wiederum fest oder stark und bezieht sich auf die Stabilität des Holzes der Arzneipflanze.

Die beiden Hauptarten des Weißdorns unterscheiden durch die Anzahl ihrer Griffel in der Blüte. Man unterscheidet den eingriffeligen vom zweigriffeligen Weißdorn, wobei der eingriffelige Weißdorn schon mal zwei Griffel hat und der zweigriffelige drei oder manchmal nur einen. Zuverlässiger sind daher die Unterscheidungsmerkmale der Blattformen. Während die Blätter des eingriffeligen Weißdorns tiefer eingeschnitten sind, sind diejenigen des Zweigriffeligen rautenförmig und gesägt. Im Herbst reifen die schon kleinen, roten Steinfrüchte heran, die der traditionellen chinesischen Medizin verwendet wurden.

Traditionell werden die Blüten und Blätter des Weißdorns bei Herzschwäche eingesetzt. Aber auch bei Herzrhythmusstörungen, nach Herzinfarkt oder bei korornaren Herzkrankheiten kann man an Weißdorn denken, sofern aus Sicht des behandelnden Arztes keine Einwände bestehten. In der chinesischen Medizin werden sie als Qi und Blut bewegendes Herz-Qi-Tonikum geschätzt. Ein ähnliches Anwendungsspektrum haben die aus den Knospen hergestellten Gemmoextrakte. Die Früchte dagegen wurden dagegen zum Lösen von Verdauungsblockaden genutzt. Patienten mit hohem Blutdruck und Kinder sollten auf Weißdorn allerdings verzichten. Ebenso sollten Schwangere und stillende Mütter die Anwendung mit dem Arzt abklären.

Quellen:

Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!