Traditionelle chinesische & japanische Medizin im Glockenbachviertel

Wege entsehen dadurch, dass man sie geht.
Franz Kafka

    
   

Hundsrose (Rosae flos)

Die Hundsrose kennen viele sicherlich aus Gärten und Grünanlagen. Sie ist eine von weltweit mehr als 500 Rosenarten, die alle Stacheln und große auffällige Blüten haben sowie Hagebutten bilden. Die Hundsrose ist ein bis zu drei Meter ausladender, hoher sommergrüner Strauch mit langen, überhängenden Ästen, an denen die an der Basis breiten, gebogenen Stacheln auffallen, die sich mit ihrem Haken gerne am Gewand festhalten, kommt man ihnen zu nahe. Die unpaarig gefiederten Blätter wachsen wechselständig an den Ästen und setzen sich aus fünf bis sieben eiförmigen Fiederblättern zusammen. Diese sind an der Basis rund, laufen am gegenüberliegenden Ende spitz zu und haben meist einen gezähnten Rand gezähnt.

Im Juni bilden die Sträucher zahlreiche, radiärsymmetrische Blüten mit fünf zart bis kräftig rosafarbenen Blütenblättern, die leider nur kurz blühen. Bei diesen auffallenden Blütenblättern handelt es sich um die sogenannten Kronblätter, die die darunter liegenden fünf Kelchblätter meist verdecken. In ihrer Mitte befinden sich bis zu 100 Staubblätter. Im Herbst färben sich ihre eiförmigen Früchte, bei denen es sich streng genommen um Scheinfrüchte handelt, kräftig rot.

Die Blütenblätter wirken aufgrund ihres Gehalts an Gerbstoffen zusammenziehend und entzündungshemmend. Deshalb kann man den Tee unter anderem für Mundspülungen nutzen. Gerne werden sie einer Teemischung als Schmuck und Geschmackskorrigens beigefügt, doch entfalten sie durchaus auch eine emotional ausgleichende Wirkung. In der chinesischen Medizin schätzt man sie als adstringierendes Yin-Tonikum, das zugleich das Qi bewegt und den Shen beruhigt.

Resignierte Menschen, die keine Hoffnung mehr haben, profitieren unter Umständen von der Bachblüte „Wilde Rose“. Auch aus den Knospen werden Auszüge der Hundsrose (Rosa canina) hergestellt, die sogenannten Gemmomazerate. Sie lindern Spannungskopfschmerzen und Migräne, aber auch Erkältungssymptome.Darüber hinaus hat sich das Gemmoextrakt bei Infektanfälligkeit, entzündlichen Erkrankungen der Haut und Neigung zu Blutergüssen bewährt. Die Anwendung erfolgt nach Herstellerangaben.

Neben den Blütenblättern werden auch die Früchte als Arzneipflanze verwendet. Sie sind im Deutschen als Hagebutten gut bekannt.

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Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!