Sabine Ritter, Heilpraktikerin und Apothekerin - Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Japanische Akupunktur und Phytotherapie, München Neuhausen-Nymphenburg

Mariendistel (Silybi fructus) und ihr Silymarin

Die Mariendistel (Carduus marianus bzw. Silybum marianum) ist eine wichtige Leberpflanze. Neben der Artischocke ist sie vielleicht sogar die wichtigste Arzneipflanze bei Erkrankungen der Leber - auch in der chinesischen Medizin. Diese Wirkung ist auf ihren Inhaltsstoff Silymarin zurückzuführen. Die Mariendistel schützt jedoch nicht nur die Leber sondern auch die Magenschleimhaut. Sie stimuliert zudem das Immunsystem und wirkt antientzündlich und antibakteriell. Außerdem senkt sie den Blutzucker- und den Cholesterinspiegel. Aus Sicht der chinesischen Medizin tonisiert und bewegt sie das Leber-Qi, nährt das Leber-Yin und eliminiert pathogene Faktoren aus der Leber.

Sie gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae) und ist daher unter anderem mit Gänseblümchen, Löwenzahn, Klette, Ringelblume oder Wegwarte verwandt. Ihre im Verhältnis zur Größe der Blätter kleinen Blüten bestehen aus purpurfarbenen Röhrenblüten. Die grünen Hüllblätter verfügen über spitzen Dornen. Ihre charakteristischen, gelappten Laubblätter um fassen den Stängel und sind weiß-grün marmoriert. Medizinisch genutzt werden die braunen Mariendistelfrüchte, die in der Natur wie beim Löwenzahn mit einem silbrig weißen Pappus ausgestattet sind.

Die Mariendistel wird nicht zum Tee verarbeitet, sondern nur als Extrakt oder Tinktur angewendet. Zur Dosierung beachten Sie bitte die Herstellerangaben. Bei bekannten Allergien gegen Korbblütler sollte auf die Mariendistel verzichtet werden.

Kinder und Jugendliche jeden Alters, Schwangere und stillende Mütter sollten Arzneipflanzen nur nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt anwenden und auch die Dosierung mit ihm absprechen.

Quellen:

Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören teilweise zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!

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