Sabine Ritter, Heilpraktikerin und Apothekerin - Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Japanische Akupunktur und Phytotherapie, München Neuhausen-Nymphenburg

Thymian (Thymii herba)

Der Thymian ist Vertreter der Lippenblütler (Lamiaceae). Damit ist er verwandt mit vielen mediterranen Kräuter wie Basilikum, Lavendel, Oregano, Salbei oder Rosmarin, aber auch mit Melisse oder Pfefferminze. In der Küche zur Verfeinerung von Gewürzen ist er fast unabkömmlich, doch er hat auch einen medizinischen Nutzen, sofern Arzneibuchware verwendet wird. Allerdings dauerte es bis zum Mittelalter, dass man dies erkannte. Die Griechen nutzten den Thymian zum Räuchern, um ihren Geist anzuregen.

Die flach wachsenden Sträucher des Thymians bilden rasenähnliche Flächen und verholzen stark. An ihren Stängeln wachsen kleine Laubblätter. An ihrer Oberfläche befinden sich Öldrüsen, die ätherische Öle enthalten. Sie sind für das charakteristische Aroma verantwortlich. Die ährenähnlichen Blütenstände mit den zarten, rosaweißen Blüten bilden sich im Sommer.

Aus dem Kraut werden Extrakte, Tinkturen und ätherische Öle gewonnen. Getrocknet kann daraus ein Tee zubereitet werden (1 Teelöffel auf eine Tasse abgedeckt mit abgekochtem heißen Wasser 10 Minuten ziehen lassen), um Infekte der oberen Atemwege mi Kältegefühl oder Entzündungen der Mundschleimhaut zu behandeln. Auch Mundgeruch oder Verdauungsstörungen gelindert werden.

Zudem können Jugendliche und Erwachsene mit 1-2 Tropfen Thymianöl auf einen Topf Wasser bei Erkältungen, aber auch bei Anspannung durch Stress inhalieren. Thymian ist Bestandteil von vielen Fertigpräparaten.

Selten können im Zusammenhang mit der Anwendung von Thymian allergische Reaktionen auftreten. Vorsicht ist bei einer gemeinsamen Anwendung mit Gerinnungshemmern geboten, da das Blutungsrisiko erhöht sein kann.

Kinder und Jugendliche jeden Alters, Schwangere und stillende Mütter sollten Arzneipflanzen nur nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt anwenden und auch die Dosierung mit ihm absprechen.

Quellen:

Bitte beachten Sie: Diese Behandlungen mit Kräutern gehören zu den wissenschaftlich / schulmedizinisch nicht anerkannten – den sogenannten naturheilkundlichen oder alternativmedizinischen - Heilverfahren. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sowie bezüglich möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt!

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